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Blickt man zurück, war es im Grunde genommen nicht außergewöhnlich kompliziert - und doch von grosser Wirkung. Es gab keine
unergründlichen Geheimnisse und es brauchte keine hochtrabenden wissenschaftlichen Theorien. Es war die richtige Idee zum
richtigen Zeitpunkt, der es zu verdanken ist, daß es heute dem Grunde nach erwiesen ist, daß ein astrologischer
Einfluß auf das menschliche Verhalten existiert.
Von seinem Freund Claus Jacobi ermutigt, fasste Gunter Sachs 1995 den Entschluß, zu ergründen, ob an der Astrologie
tatsächlich etwas "dran" ist oder ob es sich dabei um Aberglauben und Schabernack handelte. Er hatte erkannt, daß das
Computer-Zeitalter Möglichkeiten bot, dieses Rätsel zu lösen, die nie zuvor existiert hatten: die Kraft
der großen Datenmengen.
Der studierte Mathematiker gründete in der Schweiz ein Forschungsinstitut (IMWA) mit einem Team aus Mitarbeitern und
wissen- schaftlichen Beratern. Darunter Frau Prof. Noelle-Neumann vom Allensbach-Institut und Frau Dr. Rita Künstler
von der statistischen Fakultät der Universität München.
Gemeinsam liess man sich von folgenden Gedanken leiten:
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erstmals in der langen Geschichte der Astrologie mit einer breit angelegten,
statistischen Studie einen möglichen Ein- fluss der Sternzeichen auf das
menschliche Verhalten zu überprüfen
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die Arbeit ausschließlich an empirischen Daten auszurichten und
keine Astrologen zu befragen
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fremde Faktoren, welche die statistischen Resultate verfälschen
konnten, zu berück- sichtigen und wissenschaftlich zu unter- suchen.
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alle statistisch auffälligen Abweichungen, die sich nicht mehr
mit dem Zufall erklären liessen, als signifikant auszuweisen;
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die Studie auch dann veröffentlichen, wenn sich keine Nachweise zur Existenz
eines astrologischen Einflusses erbringen ließen
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Unter logischen Gesichtspunkten war klar, dass man eine ausreichende große Zahl von Geburtsdaten mit dazugehörigen Merkmalen und Verhaltensweisen
benötigen würde. Doch standen und stehen diese Daten in jedem westlichen Land unter strengem Schutz.
Doch es gelang Gunter Sachs, die Datenhüter der Schweiz als erste für sein Vorhaben zu gewinnen, indem er vorschlug, die Geburtsdaten gleich
im Amt in Sternzeichen umzurechnen und nur diese herauszugeben. Der Datenschutz war so hundertprozentig gewahrt - kein Name und kein Datum tauchten
irgendwo auf.
Nur wenige Tage später trafen beim IMWA-Institut aus Bern die Daten von 350.000 Eheschließungen ein - nach
Sternzeichen sortiert.
Es war eine Art Initialzündung, nach der statistische Ämter, Universitäten und Versicherungen verschiedener Länder
über 20 Millionen Daten zu allen wichtigen Lebensbereichen zur Verfügung stellten.
Dieses ungewöhnlich umfangreiche Daten- material wurde nach den anerkannten Verfahren der Statistik geprüft und folgendes
Phänomen entdeckt: Nach dem Gesetz der Normalverteilung hätte jedes Sternzeichen mit etwa gleichem Anteil vertreten sein
müssen. Schützen also ungefähr so häufig Auto-Unfälle bauen wie Jungfrauen, Waagen ungefähr so oft
Architektur studieren wie Widder, Löwen etwa gleich oft Selbstmord begehen wie Fische.
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Taten sie aber nicht, das Gegenteil war der Fall. In sämtlichen untersuchten Lebensbereichen stellten sich signifikante Unterschiede zwischen den Sternzeichen heraus, die mit Zufall nicht mehr zu erklären waren. Zufällige Einflüsse waren dabei wiederholt mit einer Wahrscheinlichkeit von 1 : 1.000.000 auszu- schließen.
Auf der Grundlage dieser Statistiken, mit Daten, die ausschließlich aus amtlichen Quellen stammten, fand Gunter Sachs die Antwort auf eine Jahrtausende
alte Frage: Ja, es gibt wissenschaftlich messbare Beziehungen zwischen den Sternzeichen und dem menschlichen Verhalten.
Woran man früher nur glauben konnte, wurde so Gewißheit.
Die Ergebnisse der Untersuchungen wurden in dem Buch "Die Akte Astrologie" festgehalten - ergänzt durch eine 100 seitige Studie von Frau Prof.
Noelle-Neumann mit weiteren bestätigenden Befunden. Das Buch wurde zu einem wissenschaftlichen Grundlagenwerk einer Astrologie ohne Mythos.
Allein in Deutschland stand das Buch 21 Wochen auf den Bestsellerlisten.
Als der Inhalt des Buches bekannt wurde, meldeten sich zahlreiche Kritiker zu Wort, deren Vorbildung oft fernab der Mathematik lag,
deren Vorhaltungen aber umso akademischer und polemischer waren. Gunter Sachs nahm dies zum Anlaß, eine neutrale Instanz um
ein Gutachten zu seiner Arbeit zu bitten - und fand diese beim Statistischen Bundesamt in Wiesbaden. Die beiden führenden
Grund- lagenforscher des Amtes, Jürgen Chlumsky und Dr. Manfred Ehling, stellten das Buch und die Kritiken auf den Prüfstand
und schrieben dazu in ihrer Expertise:
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"Gunter Sachs ist es in herausragender Weise gelungen, statistisches
Denken und die Funktionsweise statistischer Testver-
fahren einem Laienpublikum verständlich zu machen.
Wenn populärwissenschaftliche Arbeiten zu statistischen Fragestellungen immer so kenntnisreich und
gelungen erfolgten wie in dem Band "Die Akte Astrologie", würden viele Vorurteile gegenüber
der Statistik nicht bestehen."
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Bei der Lektüre der uns vorliegenden Re-
zensionen oder kritischen Stellungnahmen fiel uns einerseits eine nur als unfair zu bezeichnende Polemik auf, andererseits ein recht sorgloser Umgang mit den Fakten."
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"Während Gunter Sachs die Ergebnisse der Signifikanztests sehr wohl richtig interpretiert, sind wir bei seinen Kritikern häufig falschen Interpretationen begegnet."
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"Einige Rezensenten oder Kritiker schei-
nen sich mit der gewählten Methodik und den inhaltlichen Aussagen des Buches überhaupt nicht auseinandergesetzt zu haben."
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Und schließlich:
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Nach den Analysen von Gunter Sachs ist anzunehmen, dass mit den Sternzeichen zusammenhängende Merkmale einen Ein-
fluss auf den Menschen ausüben, der nicht nur durch den Zufall erklärbar ist. 1)
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Quod erat demonstrandum
2003 bestätigt der Vater des genetischen Fingerabdruckes,
Nobelpreisträger Kary B. Mullis, in einem
Schreiben die Ergebnisse der Akte Astrologie und empfiehlt das Buch auf seiner Website. 2007 beschliessen Sachs und
Mullis, gemeinsam die wissenschaftliche Erforschung der Astrologie durch neuartige Untersuchungen voranzutreiben.
1)
Jürgen Chlumsky leitet im Statistischen Bundesamt das
Institut für Forschung und Entwicklung in der Bundes-
statistik, Dr. Manfred Ehling ist dort Referatsleiter.
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