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Über den Autor
ein kurzer Überblick
Zu diesem Buch
von Gunter Sachs
Auszüge aus den Kapiteln
Beginn, Bardot, Mirja
Pressestimmen
Die Biographie in den Medien



  BIOGRAPHIE GUNTER SACHS
  ZU DIESEM BUCH



 

Wenn man ein Buch schreibt, hofft man als Erstes, es finde Beifall bei Freunden und Bekannten. Die anderen Leser kennt man ja nicht.
     Das Lob des Kassenwarts vom Bobclub kommt gewiss direkt. Und auf das vom Sansibarwirt freut man sich schon.
     Da nun erhielt ich das freundliche Schreiben einer bedeutenden Biographin, mit einer wichtigen Grundregel ihres Metiers:
     "Nicht alle Ihre Freunde, Bekannten und Verwandten sollten Sie in der Biographie erwähnen. Nur jene Namen, die für die Handlung von Belang sind und sie vorantreiben. Alles andere ist dem Buch langatmiger Ballast - auch wenn er von Ihrem Herzen kommt."

Griffiges Beispiel:
     Hansi kommt wie jeden Sonntag
     auf Besuch. Er öffnet das Gartentor
     und ruft "Guten Morgen".

Das treibt die Handlung nicht voran.

Hansi kommt wie jeden Sonntag
auf Besuch. Er öffnet das Gartentor
und ruft "Guten ...", da explodiert des
Nachbars Auto.

Das treibt die Handlung voran.


Ich habe den Sinn dieses 'Grundlagen-Gesetzes' einsehen müssen. Einerseits tat es mir natürlich Leid, nicht alle Freunde mit einer Geschichte in meinem Buch zu haben - andererseits würde es dann so langatmig, dass Ihr es nicht mehr lesen wolltet.

Beim Schreiben dieses Buches ist mir auch aufgefallen, dass ich mich oft bedeutend schneller verliebte, als ich es in Erinnerung hatte. Auch Ihnen wird das im Verlauf der Lektüre nicht entgehen.
     Wobei ich hier nicht Flirts, sondern nur meine großen Lieben beschrieben habe, und da gab's nun mal den coup de foudre, Liebe, die wie ein Blitzstrahl trifft.
     Die 'große Liebe' konnte ich nie suchen - ich musste ihr begegnen. Dann allerdings, wenn wir uns gegenüberstanden, schwand die Logik und eine mir fast unbekannte Intuition führte mich.
     Und nun schlug der Blitz ein - oder nicht ein.
     Wenn's plötzlich um mich brannte - war ich schon verliebt. Drum ging's oft in Schallge- schwindigkeit.
     Ich liebte wohl ohne Blitzableiter.
Zu der Anzahl meiner großen Lieben möchte ich auf einen Satz aus dem Text verweisen, der diese indiskrete Zahl in etwas Romantik kleidet:
     "... und es gibt sie nicht wie Sandkörner am Meer, sondern eher wie Blüten an einem Mandelzweig ..."
     Verliebte hoffen 'bis in alle Ewigkeit'. Ich auch.
Teddy Stauffer beschrieb die Ewigkeit Verliebter:
     "Forever is a hell of a long time."
     Bei diesem klarsichtigen Satz stand Teddy wohl nicht unter Amors Droge.

 

Als ich den Entschluss fasste, meine Erinnerungen zu schreiben, geschah dies auch auf einen Ratschlag Roman Polanskis hin, als er vor vielen Jahren in Gstaad seine Autobiographie niederschrieb. Er versicherte mir, dass die Welt des Vergangenen eine eigene Faszination habe, die einen mehr und mehr in ihren Bann ziehe.
     Er hatte Recht.

Es ist wirklich erstaunlich, als Forscher und Entdecker in die eigene Vergangenheit hinabzusteigen. Man stößt auf Dinge, die man längst verschüttet glaubte, und Bilder, an die man sich genau zu erinnern meint, erscheinen anders, als sie unser Gedächtnis über Jahrzehnte widerspiegelte.
     Man muss vielleicht häufiger Bücher schreiben, um sich selbst besser kennen zu lernen.
     Ich erlebte auch eine fremdartige, erstaunliche Überraschung, wie sich Gefühle in uns erhalten. Sympathie oder Ablehnung fließen nicht so sehr aus der Erinnerung als aus der momentanen Auseinandersetzung während des Schreibens. Und wenn ich von einer Jugendliebe schrieb, verspürte ich noch ein ganz, ganz fernes Pochen des Herzens. Und gerade an diesem Punkt, der die Liebe und die Frauen betrifft, stand ich oft vor Schwierigkeiten und Zweifeln.
     Auf der einen Seite bin ich kein Freund von Herrenwitzen und augenzwinkernden Unter- haltungen. Dennoch gehört zur Liebe auch ihre Verwirklichung - sowie das Hauchen ihrer letzten Erfüllung. Dies zu unterdrücken und mich scheinfromm abzuwenden würde mir ebenso widerstreben.

Also schrieb ich auch darüber

 






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Letzte Änderung: 27.08.2010
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