Die Gründe liegen für den studierten Mathematiker Sachs auf der Hand: Die Verteidigung wurde in
den letzten 20 Jahren durch optimierte Taktiken und ein athletischeres Spiel bedeutend effektiver
als die Angreifer. Die Änderung von Abseitsregeln hat da nichts bewirkt.
Dazu kam, dass die Menschen - und damit auch die Torhüter - im vergangenen Jahrhundert durchschnittlich
um 18cm gewachsen sind. Die Goalies werden größer, doch die Tore wachsen nicht mit.
Um der stetig sinkenden Anzahl von Toren entgegen zu wirken, gründete Gunter Sachs 2004 den Verein
'DAS GRÖSSERE FUSSBALLTOR', begann zu rechnen und experimentierte mit einer Fussballkanone. Dabei
wäre ein Tor von 2 Metern zweifelsohne zu klein und eines von 20 Metern zu groß. Die gesuchte
Wahrheit liegt dazwischen. Die Versuche von Sachs hatten gezeigt, daß 7cm auf jeder Seite und 9cm
in der Höhe ausreichen, damit aus jedem zweiten Latten- oder Pfostenschuss ein Tor würde. Alles
Weitere wäre auszutarieren und durch Testspiele zu überprüfen.
Als er diesen Vorschlag schriftlich bei der FIFA vorstellte, wurde er beschieden, daß eine
Vergrösserung der Tore "weltweit Unsummen verschlingen würde." Doch das ist für Gunter Sachs
kein Argument. Stattdessen schlägt er vor, dass die nicht allzu arme FIFA kleineren Vereinen
einen Kredit mit einer moderaten Rückzahlung gewähren könnte, um neue Tore zu bezahlen.
Die Hoffnung auf ein Umdenken der Fußballfunktionäre hat er jedenfalls noch nicht aufgegeben.
Nota bene: Die spanische National- mannschaft wurde am vergangenen Sonntag zum ersten Mal
Weltmeister - mit dem vierten(!) 1:0 nacheinander.