Meine Photographien sind eigentlich ein Gemeinschaftswerk. Zwar
steht mein Name auf Buchtiteln und Ausstellungsplakaten, aber es gibt noch jemanden,
der seit Jahren unsichtbar hinter dieser Arbeit steht. Es ist
meine Frau Mirja und ihr unermüdlicher Einsatz für ihre Kinderstiftung
Die Stiftung hilft weltweit, wo Elend und Bedürftigkeit den
Alltag von Kindern bestimmen. Es ist der stete Tropfen auf
den Stein und der Wille zu helfen und zu ändern.
Daher trägt meine Frau mit großem Einsatz dafür Sorge, daß
die Hilfsgelder nicht nur am richtigen Ort ankommen, sondern
auch unmittelbar und ausschließlich für die Kinder verwendet werden.
Dafür nimmt sie - auf eigene Kosten - auch weite
Reisen in Kauf, sei es zu einem Straßenkinderprojekt in Nepal
oder einem Kinderheim auf St. Lucia.
In Afghanistan, wo die Stiftung bei der Errichtung einer Schule und eines
Kindergartens aktiv mithilft, werden heute Kinder von sechzig Arbeiterinnen
einer angrenzenden Textilwerkstatt betreut.
Nie kehrte Mirja enttäuscht von einem Projektbesuch zurück
Sie bleibt so lange, wie es die Aufgabe aus ihrer Sicht erfordert.
Die erforderlichen Mittel für die Hilfsmaßnahmen kommen zum
Teil aus meiner Photographie. So waren es die Erlöse von rund
eineinhalb Millionen Mark aus meinem Photoband T', mit denen
1987 die Stiftung gegründet wurde. Und über die Jahre hinweg
haben mich das Engagement meiner Frau und der Erfolg der Stiftung angespornt,
mit Ausstellungen und Büchern weiterzumachen. Dies konnte ich, weil Mirja hinter mir stand und mich
mit ihrer selbstlosen Art beflügelte.
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